#WARSCHÖNMITEUCH

START


Wer wir sind - und warum es uns (alle) braucht

Die Allianz für Substanz hat sich Ende 2024 gegründet – als gemeinsames Bündnis gegen die massiven und oft nicht zu Ende gedachten Sparmaßnahmen im Chemnitzer Haushalt. Unser Ziel: Eine starke Stimme für all jene, die in dieser Stadt mit und für Menschen arbeiten – in der Jugendhilfe, in Kulturprojekten, in sozialen Angeboten und in der Zivilgesellschaft insgesamt.
 
Vor der entscheidenden Haushaltssitzung haben wir den Austausch mit Stadträtinnen und Stadträten gesucht – und gefunden. Mit guten Argumenten und praktischen Einblicken aus dem Alltag der Träger konnten wir gemeinsam dafür sorgen, dass zumindest einige der geplanten Kürzungen abgemildert wurden.
 
Doch kurz nach dem Beschluss kam der nächste Rückschlag: Eine Haushaltssperre. Sie wurde verhängt und gilt weiterhin, obwohl sich später zeigte, dass Land und Bund deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen als zunächst angenommen. Gelder, die auch der Stadt Chemnitz zugutekommen – aber bisher nicht bzw. kaum in die Trägerlandschaft weitergegeben wurden. Das bedeutet: Viele Einrichtungen arbeiten weiter am Limit, viele Angebote für die Menschen in dieser Stadt bleiben gefährdet.

Deshalb formiert sich die Allianz für Substanz nun erneut: Mit klaren Botschaften, guten Ideen und dem Willen, auch weiterhin für eine Stadtgesellschaft mit Substanz zu streiten. Denn was heute gespart wird, fehlt morgen an Zusammenhalt.

Umfrage "Kürzen kostet"

Um die Auswirkungen der 5%-Haushaltssperre in konkreten Zahlen und deren (sozialen) Folgekosten sichtbar zu machen, hat der Stadtjugendring Chemnitz im Juni 2025 eine Umfrage durchgeführt. Dabei wurden Träger und Engagierte der Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit eingeladen, ihre Beobachtungen und Einschätzungen zu teilen.

Die Ergebnisse sollen einen möglichst differenzierten Überblick über die konkreten Auswirkungen sowie die Perspektiven der Jugend- und Kulturarbeit in Chemnitz über das Kulturhauptstadtjahr hinaus vermitteln und belastbare Aussagen für politische Diskussionen und die Öffentlichkeitsarbeit liefern.

Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und am 20. September zum internationalen Kindertag veröffentlicht. 

Rückfragen zur Umfrage "Kürzen kostet" : tina.kreller@nkjc.de


Demo vor dem Rathaus

Die Allianz für Substanz hat am 20.01 eingeladen vor dem Rathaus ein Zeichen für den Erhalt einer vielfältigen Zivilgesellschaft zu setzen - Danke für eure Teilnahme!

Unser Apell an die Stadträt:innen, Verwaltung, Bundes- und Landesregierung bleibt bestehen: Einsparungen an der Substanz – d.h. Kinder- und Jugendhilfe, Freie Kultur und sozialen Leistungen – schränken unser aller  Zukunft ein. Wir lehnen auch die geplanten Sparmaßnahmen über 2025 hinaus entschieden ab. Jetzt ist der Moment, um aufzustehen und zu zeigen, wie substanziell wichtig die Unterstützung von Kindern & Jugendlichen und deren Familen ist. Es ist Zeit, gemeinsam für den Erhalt der kulturellen, demokratiebildenden, sportlichen und sozialen Angeboten in unserer Stadt einzustehen.

Es ist entscheidend, der Stadtverwaltung und den Stadträt:innen zu zeigen, dass wir die Pläne so nicht  mittragen  können. Lasst uns gemeinsam ein Signal an Land und Bund senden, dass diese die Kommunen auskömmlich finanzieren müssen. Nicht irgendwann, nicht bald, sondern sofort. Es geht um die Zukunft unserer Stadt. Chemnitz braucht weiterhin eine vielfältige und starke Zivilgesellschaft! Deshalb: werdet mit uns aktiv! Unter dem Motto

„Gemeinsam gegen Substanzabbau – Für die Erhaltung einer vielfältigen Zivilgesellschaft“.



Seit dem 13. November 2024 ist der Haushaltsentwurf für den kommenden Doppelhaushalt der Stadt Chemnitz einsehbar. 

Nach unserem Verständnis soll dort die Strukturförderung für die Chemnitzer Träger der Freien Kultur um bis zu 20% oder 800.000 € abgesenkt werden.

Auch in der Chemnitzer Jugendhilfe werden umfangreiche Szenarien für Einsparungen seitens der Verwaltungsspitze konkret. 

Wir wollen hier Informationen sammeln und weitergeben, über konkrete Vernetzungsmöglichkeiten und Solidarisierungen informieren und Aktionen bekannt geben.

Die geplanten Einschnitte im Jugendhilfeetat schwächen die Jugendhilfe drastisch. Von einem anerkannten Bedarf von 16,6 Millionen Euro sollen 2025 nur 15,7 Millionen gedeckt werden, langfristig sinkt das Budget sogar auf 13,5 Millionen Euro. Schon jetzt stehen mehrere Projekte und Stellen vor dem Aus, ab 2026 werden nach aktuellen Plänen weitere von Schließungen betroffen sein.